Bibliothek zum Mitnehmen

Mit der technischen Version des bedruckten Blatts schafft es der iLiad womöglich, die Augen- und Lesefreundlichkeit des herkömmlichen Papierbuchs mit der platzsparenden Funktion des elektronischen Buchs zu einer Neuschöpfung des digitalen Zeitalters zu kombinieren. Nur was die dekorative Funktion von Büchern im Regal angeht, kann das Gerät noch nicht mithalten. Schließlich kommt es nicht mit einem Leder- oder Leineneinband und mit gewobenem Lesebändchen. Das Display, ausgestattet mit einem (auf gut Deutsch) Electronic Paper Display, auch eInk genannt, soll sogar bei direkter Sonneneinstrahlung gut lesbar sein. Der iLiad hat das Format eines Buchs (Displaygröße 8,1 Zoll) und findet in den meisten Taschen leicht Platz.

 

Beim Erwerb gehören 50 Klassiker in englischer Sprache zur Grundausstattung, was bei einem Preis von 499 € (http://www.justread.de/) vielleicht auch angebracht ist. Der digitale Buchersatz kann jedoch mehr als nur eBooks anzeigen. Freunde von Internetzeitungen können sich diese direkt auf den iLiad laden, andere lösen auf ihm vielleicht lieber Kreuzworträtsel und Sudoku oder lesen Comics. Durch den Touchscreen hat man wie bei Papierbüchern die Möglichkeit, handschriftliche Notizen zu machen, wichtige Passagen zu unterstreichen und auch eigene Skizzen oder Texte handschriftlich zu erstellen. Der iLiad konvertiert diese dann in digitalisierten Text, der dank der drahtlosen Internetverbindung des Geräts (oder auch über den USB-Anschluss) mit Freunden, Kollegen, Lehrern, Professoren oder der Familie geteilt werden kann.

        

(Fotos: iRex Technologies)

Neue Inhalte können ebenso über das Internet geladen, direkt vom USB-Stick gelesen oder vom festen PC übertragen werden. Elektronische Bücher bekommt der iLiad-Benutzer bei Mobipocket eBooks (kostenpflichtig) oder kostenlos bei Projekt Gutenberg, Manybooks.net oder Feedbooks.com. Wäre die Anschaffung nicht so kostenintensiv, könnte sich jeder Literaturstudent und Bücherfreund bestimmt gut mit diesem technischen Spielzeug anfreunden. Im jetzigen Zustand bleibt es wahrscheinlich noch eine Weile ein Produkt für speziell Interessierte. Und für wahre Bibliophile fehlt dann eben doch der schöne Buchrücken im Regal.

Nicht gucken bitte ...

Man kennt das, und man mag das nicht. Diese Blicke von hinten und der Seite. Die größer werdenden Augen fremder Menschen. Warum wollen nur immer alle wissen, was man selbst gerade mit seinem Handy macht? Wen interessiert, was man seinem Kumpel per SMS schreibt, welches Game man gerade spielt und wie viele Bilder man schon mobil gemacht hat? Aber trotzdem glotzt einem jeder auf das Mobiltelefon. In der Bahn, im Stadion, in der Kneipe oder manchmal sogar am Arbeitsplatz.

(Foto: Seecurity S.C.)

Ein paar pfiffige Studenten aus den Niederlanden haben nun einen Sichtschutz entwickelt, der den Besitzer und aktiven Handynutzer nicht stört, fremde Blicke aber unterbinden soll. Wer nämlich nicht direkt, sondern zu seitwärts auf das Display schaut, sieht schwarz. Auf Schwarz. Und der Telefonierer/SMSer/Zocker/Besitzer selbst hat Ruhe.

Mehr über die cleveren Retter und ihre Firma mit dem Namen Seecurity S.C. steht auf ihrer Homepage

 

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