Feiger Senf?
Vor einigen Jahren entdeckte ich in einem schnuckeligen Hamburger Lokal im Szenestadtteil St. Georg auf der Speisekarte einen exquisiten Käseteller mit verschiedenen französischen und italienischen Käsesorten, ein wenig Obst, duftendem Brot und Grissini. Serviert wurde der Traum zusammen mit einem kleinen Schälchen mit einer gelblichen, leicht körnigen Masse. Im dämmerigen Licht des mit Kerzen beleuchteten Raumes schaute ich skeptisch auf das Schälchen und wäre beinahe meiner eigenen Ignoranz zum Opfer gefallen. Ich habe meine Furcht vor dem Fremden jedoch überwunden und die Masse auf ein Stück Käse aufgetragen, es noch ein-, zweimal skeptisch beäugt und dann mit einem Stück Brot in meinen Mund geschoben. Da ich noch vom besagten Abend berichten kann, wird dem Leser schon klar sein, dass mich diese fremde Masse weder umgebracht noch mit Entsetzen erfüllt hat. Nein, seitdem bin ich ein bekennender Fan der Kombination von Käse und Feigensenf.
(Fotos: Thomy)
Aus diesem Grund bin ich naturgemäß neugierig, wenn ähnliche Produkte ihren Eintritt in die Supermarktregale ankünden. Die Erkenntnis, dass Senf nicht nur auf die Wurst kommt, ist eine, die ich gerne (nicht ohne missionarischen Eifer) mit dem Rest der Welt teile. Von Thomy gibt es jetzt auch drei neue Senfsorten, die zum Probieren einladen: den klassischen Honig-Senf, den fruchtig-süßen Feigensenf und den außergewöhnlichen Orangen-Senf. Letzterer soll besonders gut zu Käse, Lachs und Fleischgerichten wie z.B. Fondue passen. Vorstellbar wäre er aber auch zusammen mit geräucherter Entenbrust oder zum Verfeinern von Saucen. Probieren bringt einen zumindest nicht um, und für ca. 1,79 € ist man schon dabei.


